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Re: Da kann man nur gratulieren… - Telefonieren wird wieder teurer

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telefonierenes schrieb am 10. Juli 2001 15:50:
> > > Mondpreise, soso. Komisch nur, das bei solchen Mondpreisen
> keiner
> > > auf die Idee kommt eigene Leitungen zu verlegen (außer wenigen
> in
> > > Ballungszentren) und diese an Kunden zu Preisen knapp unter
> Mond
> > > zu vermieten. Die Margen dürften bei so fehlkalkulierten
> Preisen
> > > gigantisch sein.
> > >
> > Nur dass es mit dem selber buddeln nicht so einfach ist.
> >
> > 1.) Kostet das erst mal viel Geld dass man erst nach laengerer
> > Zeit wieder reinholt. Ein Unternehmen muesste schon sehr viel
> > Kapital in der Hinterhand haben um so was durchzustehen.
> > Momentan ist es auch ziemlich schwierig bzw. unmoeglich
> > in irgend einer Form Kapital fuer Telekommunikation zu
> > beschaffen.
>
> Aha. Für UMTS waren ein paar Milliarden übrig, ohne wirklich zu
> wissen,
> ob das je wieder reinkommt. Aber wenn es ums Festnetz geht, wo
> eigentlich alles in überschaubaren Dimensionen bleibt, da sollen
> dann
> andere ihr Geld verbuddeln. Gewöhnlich fängt man klein an,
> vermietet
> das was man hat gewinnbringend (oder nutzt es selber) und baut von
> den
> Gewinnen aus. Selbst wenn man Kapazität dazumieten müßte, würde
> sich
> das eigene Netz, speziell wenn man sich auf Ballungszentren
> konzentriert, Betriebskostenmindernd auswirken, wo die Telekom doch
> so
> Mondpreise nimmt. Ich gestehe nur denjenigen
> Telekommunikationsanbietern ein Recht auf Kritik zu, die im Moment
> klein anfangen.
Nun vielleicht lag es daran, dass im Mobilfunkbereich die Margen
in ganz anderen Groessenordnungen liegen als im Festnetzbereich.
Ich besitze zwar kein Handy aber wenn ich mir mal so die Tarife
ansehe die 10-50mal so hoch sind wie bei einem normalen Telefon.
Und dass man bei der UMTS Versteigerung ohne Sinn und Verstand
mal so locker 20 Mrd. DM nur fuer den erfolglosen Versuch einen
Mitbewerber herrauszudraengen quasi vernichtet hat, hat sicherlich
mit dazu beigetragen, dass momentan im Telekommunikationsbereich
nichts mehr geht und Investitionen so schnell nicht stattfinden
werden.
> > 2.) Brauchst du das Einverständnis des Grundstueckbesitzers.
> > Ganz zu schweigen von den vielen ungeklaerten Besitz-
> > verhaeltnissen.
>
> Das ist i.d.R. die Gemeinde, da die Telekomunikationskabel unter
> den
> Straßen verlegt sind…
Die muss es dir auch erst mal genemigen
>
> > 3.) Macht es auch keinen Sinn und wuerde nicht akzeptiert werden
> > wenn nacheinander 10 Firmen die Strasse aufreissen und
> jeweils
> > ihre eigenen Kabel verlegen wuerden.
>
> … und die würde in einem solchen Fall auf Kabelschächten
> bestehen,
> möglicherweise sogar selbst verlegen und vermieten, wenn damit die
> Gemeindekasse aufgebessert werden kann.
Ein weiterer Mitverdiener wuerde allerdings dem Anliegen
widersprechen eigene kaum Kosten verursachende Leitungen zu besitzen.
Du kannst dir sicher sein, dass die Unternehmen die ueberhaupt die
Moeglichkeiten zu sowas haben (bspw. die Energieversorger) eigene
Kabel legen soviel sie koennen.
Nicht umsonst betreibt man hier in Deutschland so viel Aufwand
selbst in so umstrittene Technologien wie Powerline nur um das
Leitungskostenproblem zu umgehen.